Gedichte (168) – Ein junger Mann

Ein junger Mann

Leander ist ein junger Mann,
Der schon auf sich stolz sein kann,
So attraktiv und durchtrainiert
Die Bildung, die läuft wie geschmiert,

Er ist gar stolz drauf, wer er ist
Und welch‘ Land seine Heimat misst
Voll Stolz, ein Deutscher sein zu dürfen
Auf Papas Jacht Champagner schlürfen
Deutsch zu sprechen, deutsch zu denken
Er hofft irgendwann mitzulenken
Bei der Führung dieses Landes
Ganz klar für jemand seines Standes

Nur Fremde mag Leander nicht
Die sind doch alle drauf erpicht
Ins Land zu kommen, nichts zu tun
Auf unsere Kosten auszuruhen

Nicht nur Kultur, auch Anstand fehlt
Weil Arbeit für „die da“ nicht zählt
Nur Ausreden sind schnell zur Hand
Sowas gehört nicht hier ins Land

Es sollt‘ mehr wie Leander geben
So sieht das Leander eben
Er wollte schnell schnell bedeutend sein
Und trat in ’ne Verbindung ein

Leanders Wange schmerzt ein bisschen,
sie ziert ein nagelneues Schmisschen
Ein Sprichwort sagt zu solchen Fällen
’nen schönen Menschen kann nix entstellen

Jedoch um wahrhaft schön zu sein
reicht nicht dein Aussehen allein

Wie bei Leander, ihm sieht man
Seine Hässlichkeit nicht an.

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